CDU / Tobias Koch
In der gestrigen Sitzung des Bauausschusses war die Fachdienstleitung Straßenbau und Verkehrssicherheit des Kreises Pinneberg zu Gast, um zu verschiedenen verkehrlichen Themen in Barmstedt Stellung zu nehmen.
Ein zentrales Thema war die Verweigerung einer Nachtschaltung der Ampelanlage in der Moltkestraße. Seitens der Ausschussmitglieder wurde sehr eindrücklich geschildert, dass die Ampel aus Sicht vieler Anwohnerinnen und Anwohner nicht so funktioniert, wie sie sollte. Besonders nachts führt die Situation zu erheblichen Belastungen: Der dauerhafte Betrieb der Anlage, wartende Fahrzeuge, das anschließende Anfahren sowie laute Musik aus Autos stören regelmäßig die Nachtruhe der direkten Anwohner. Auch wurde darauf hingewiesen, dass die gesundheitlichen Auswirkungen solcher dauerhaften nächtlichen Störungen nicht unterschätzt werden dürfen. Hinzu kommt: Nach den uns vorliegenden Informationen hat es an dieser Ampel seit über 20 Jahren nachts keinen Unfall gegeben.
Trotz dieser Argumente blieb die Haltung des Kreises unverändert. Die Vorschriften sähen vor, dass die Ampel in Betrieb bleiben müsse. Für eine Abschaltung seien hohe Hürden zu überwinden. Auf unsere Nachfrage, welche Hürden dies konkret seien, blieb die Antwort allerdings vage. Eine erneute Prüfung insbesondere der Funktionalität der Lichtzeichenanlage wurde zugesagt.
Auch unser Anliegen, vor dem Amalie-Schoppe-Weg ein Sackgassenschild aufzustellen, wurde abgelehnt. Hintergrund ist, dass immer wieder Lkw in diese Straße einfahren und anschließend rückwärts wieder herausfahren müssen. Gerade weil diese Straße von vielen Kindern auf ihrem Schulweg genutzt wird, sehen wir hier eine vermeidbare Gefahrenlage. Dass diese Einschätzung nicht geteilt wurde, ist aus unserer Sicht schwer nachvollziehbar.
Ein weiteres Thema war die beschädigte Brücke in der Austraße. Hier wurde mitgeteilt, dass eine Reparatur nun für das Frühjahr 2027 vorgesehen sei. Eine konkrete Aussage zur Fertigstellung konnte jedoch nicht getroffen werden. Für die betroffenen Bürgerinnen und Bürger ist eine solche Antwort wenig zufriedenstellend.
Statt Unterstützung gab es an diesem Punkt sogar Kritik daran, dass die Stadt die bauliche Untersuchung unterstützt hatte, indem der Wasserstand abgesenkt wurde — ohne vorherige Beantragung bei der unteren Wasserbehörde. Auch hier zeigte sich erneut, dass formale Zuständigkeiten offenbar stärker im Vordergrund stehen als pragmatische Lösungen.
Eine positive Nachricht gab es dennoch: Für die Kampstraße und den Großen Kamp besteht grundsätzlich Hoffnung, dass beide Straßen unter bestimmten Voraussetzungen in Einbahnstraßen umgewandelt werden könnten. Dies werden wir weiterverfolgen.
Nach diesem Abend bleibt jedoch ein ernüchterndes Fazit: Hilfe, Beratung oder partnerschaftliche Unterstützung haben wir von dieser Seite mehr erhofft.
Die CDU Barmstedt wird sich weiterhin dafür einsetzen, dass die berechtigten Anliegen der Bürgerinnen und Bürger ernst genommen werden. Notwendige Verbesserungen auf dem Verwaltungsweg dürfen nicht an bürokratischen Hemmnissen scheitern.

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