Foto: Hauke Schmidt
Eine positive und erfreuliche Überraschung gab es in der jüngsten Sitzung des Ausschusses für Klima, Nachhaltigkeit und Naturschutz: die Stadtverwaltung schlug vor, ein Mobilitätskonzept im Zusammenhang mit dem Lärmreduktionsplan für Barmstedt zu erstellen.
Ein solches Gutachten würde gemeinsam mit externen Fachleuten erarbeitet werden. Besonders interessant ist dabei, dass die Erstellung voraussichtlich mit bis zu 90 Prozent der Kosten förderfähig ist. Für Barmstedt könnte dadurch ein großer Nutzen entstehen – bei einem vergleichsweise geringen finanziellen Aufwand.
Unabhängig von diesem Vorschlag hat die CDU darauf hingewiesen, dass sich die Verkehrsflüsse in Barmstedt derzeit deutlich verändern. Verschiedene Neubauten und Entwicklungen werden das Mobilitätsverhalten und die Verkehrsführung in unserer Stadt beeinflussen. Dazu zählen unter anderem der neue Famila-Markt, die neue Feuer- und Polizeiwache, das neue Gebäude am Markt mit der geplanten Fußgängerpassage sowie die neue Umfahrung im Bereich des Marktes.
Gleichzeitig ist uns bewusst, dass die Handlungsmöglichkeiten der Stadt an einigen Stellen begrenzt sind. Straßen wie beispielsweise die Austraße lassen sich nicht ohne Weiteres verändern. Bei Kreis- oder Landesstraßen unterliegen wir zudem den Zuständigkeiten und Vorgaben des Kreisverkehrsamtes beziehungsweise des Landesbetriebs Straßenbau und Verkehr Schleswig-Holstein.
Damit am Ende nicht erneut ein Konzept entsteht, das zwar gut gemeint ist, aber praktisch nicht umgesetzt werden kann, haben wir als CDU angeregt, frühzeitig das Gespräch mit dem Kreisverkehrsamt und dem LBV zu suchen. Ziel muss es sein, diese Stellen rechtzeitig einzubinden und gemeinsam zu klären, welche Maßnahmen tatsächlich realistisch und umsetzbar sind.
Angesichts der angespannten Haushaltslage wurde von der Verwaltung zugleich deutlich gemacht, dass die Erstellung eines solchen Mobilitätskonzeptes nur bei einer positiven Förderzusage erfolgen soll. Damit hat die Verwaltung aus unserer Sicht das richtige Kostenbewusstsein gezeigt. So lässt sich ein großer Nutzen für Barmstedt erzielen, ohne den städtischen Haushalt unnötig zu belasten.
Wir begrüßen diesen konstruktiven Vorschlag der Verwaltung ausdrücklich. Wenn gute, umsetzbare und zugleich finanziell verantwortungsvolle Ideen auf den Tisch kommen, macht die Zusammenarbeit im Sinne unserer Stadt besonders Freude. Für Barmstedt bietet sich hier die Chance, Mobilität, Verkehrssicherheit und Lärmschutz gemeinsam und zukunftsorientiert zu denken.

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